News Bundesvereinigung


Europäische Leitmesse für Denkmalpflege, Restaurierung und Altbausanierung

08.11. - 10.11.2018 | Leipziger Messe

Die Bewahrung unseres reichen Kulturgutes erfordert enormes Fachwissen und Praxiserfahrungen. Mit dem Konzept, dem interdisziplinären Angebotsprofil und dem Fachprogramm in höchster Qualität leistet die denkmal in Leipzig seit 1994 ihren Beitrag zur Erhaltung unseres Kulturerbes. Als europäische Leitmesse ist sie die Plattform für den Dialog der Akteure und gewährt einen Einblick in die vielfältigen Facetten der Denkmalpflege, Restaurierung und Altbausanierung. Die Fachmesse Lehmbau gehört zum festen Bestandteil der denkmal und bereichert das Angebot der Leitmesse. Im Verbund mit der MUTEC nimmt die denkmal einen wichtigen Platz im Europäischen Kulturerbejahr 2018 ein.

Online-Datenbank "Handwerksbetriebe für Restaurierung und Denkmalpflege"

Verehrte Mitglieder,

Sehr geehrte Damen und Herren,

am 10. Oktober wurde die überarbeite  Online-Datenbank "Handwerksbetriebe für Restaurierung und Denkmalpflege" freigeschaltet. Diese bundesweite Datenbank wird vom Fraunhofer Informationszentrum für Raum und Bau (Fraunhofer IRB) in Kooperation mit dem Zentralverband des Deutschen Handwerks und den Handwerkskammern geführt. Die neu gestaltete Datenbank berücksichtigt die Anforderungen der staatlichen Denkmalpflege und von privaten und öffentlichen Auftraggebern an qualifizierte Handwerksbetriebe und wird über ein Netzwerk von Ansprechpartnern bei den Handwerkskammern und -verbänden betreut. Sie ermöglicht die Suche nach Region, Gewerk, Spezialgebieten und Leistungsportfolios und bildet die Fortbildungsaktivität der Betriebe ab. Der Erfahrungsaustausch der am Netz beteiligten Partner findet jährlich auf der „Plattform Handwerkliche Restaurierung und Denkmalpflege“ statt, die auch dazu dient, das Thema weiterzuentwickeln und im öffentlichen Bewusstsein zu verankern.

In die Datenbank können Restauratoren im Handwerk, zertifizierte Fachbetriebe für Denkmalpflege, Absolventen des Baudenkmalpflegekurses in Thiene, Preisträger des Bundespreises für Handwerk in der Denkmalpflege und anderweitig qualifizierte Handwerksbetriebe aufgenommen werden. Die Qualifikationen und Referenzen werden in Zusammenarbeit mit den Denkmalbehörden und anderen Partnern des Handwerks überprüft.

Für den Datenbankeintrag, Unterhalt, Organisation, Betreuung, Anpassung und Bewerbung wird eine Gebühr von derzeit 50 Euro pro Jahr erhoben. Wir hoffen, dass hier mittelfristig ein möglichst vollständiges und flächendeckendes Verzeichnis von qualifizieren Fachbetrieben entsteht und würden uns über den Eintrag  Ihres Unternehmens in dieser Datenbank sehr freuen.

Bei Rückfragen stehe ich gerne zu Ihrer Verfügung.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Frank Sprenger

Restaurator im Handwerk e.V.

 

c/o Handwerkskammer Koblenz

Betriebsberatung und Wirtschaftsförderung

Zentrum für Restaurierung und Denkmalpflege

Schlossweg 4-6

55756 Herrstein

Tel.: 06785 9731-760, Fax: 06785 9731-769

f.sprenger@restaurator-im-handwerk.de

www.restaurator-im-handwerk.de

Einladung zum Flachglassymposium

Die Glashütte Gernheim lädt am 30. Januar 2018 zum Symposium Mundgeblasenes Flachglas in Architektur, Kunst und Restaurierung ein.

Vier Vorträge beleuchten die Bereiche Architektur und Restaurierung, bildende Kunst und Herstellung von mundgeblasenem Flachglas.
Im Anschluss demonstrieren die Glasmacher der Glashütte Gernheim einige historische Techniken der Flachglasherstellung.
Zum Abschluss besteht die Möglichkeit, eigenhändig einen Becher zu blasen. Das Symposium wendet sich vor allem an Interessenten aus den Bereichen Denkmalpflege und Restaurierung.

 

Das Programm und weitere Informationen zur Anmeldung finden Sie hier zum Download.

Unverantwortlich, gar unmoralisch? Der Streit um die Ethik im Denkmalschutz

Die Anforderungen an Restauratoren sind in den letzten vier Jahrzehnten enorm gewachsen. Sie müssen heute das Denkmal nicht nur in seinem Wert erhalten. Sie müssen es zugleich so ertüchtigen, dass der Brandschutz gewährleistet ist, dass es auch für Behinderte gut erreichbar ist, dass Energieeinsparauflagen erfüllt werden - und sie müssen den unauffälligen Einbau neuer Kommunikationssysteme möglich machen. Rund 80.000 qualifizierte Handwerker wären dazu notwendig, doch nur ein Bruchteil davon steht zur Verfügung. Und viele von ihnen verfügen nicht über das notwendige Werkzeug. Dazu kommt, dass Denkmalschutzbehörden personell und finanziell ausgedünnt werden und die Gesetzgebung in Deutschland unübersichtlich ist. Deshalb, so Kenner der Szene, sind bereits „irreversible Schäden" entstanden, sodass die Frage im Raum steht: „Was ist unverantwortlich, gar unmoralisch?"

Es diskutieren:

Dr. Bernd Euler-Rolle - Fachdirektor des Bundesdenkmalamtes Wien

Dr. Dörthe Jakobs - Dipl. Restauratorin, Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg

Hermann Klos - Restaurator in Rottweil, Vizepräsident des Vereins „Restaurator im Handwerk“

Gesprächsleitung: Reinhard Hübsch

Hier der Link zum Nachhören

 

Bundesweites Stipendienprogramm "Restaurator im Handwerk"

Der historische Baubestand in Deutschland ist ein einzigartiges kulturelles Erbe und auch ein immenses wirtschaftliches Kapital. Zu seiner Pflege und Erhaltung leistet das Handwerk einen bedeutenden Beitrag. Doch der fach- und sachgerechte Umgang mit denkmalgeschützten Bauten erfordert besondere Fertigkeiten und Kenntnisse, die angesichts der rasanten Veränderungen im modernen Baugeschehen oft weder in der beruflichen Ausbildung noch in den Meisterlehrgängen vermittelt werden oder sogar gänzlich verlorenzugehen drohen.

Das bundesweite Stipendienprogramm zur beruflichen Weiterbildung zum "Restaurator/in im Handwerk" und "Fachhandwerker/in für Restaurierungsarbeiten", welches von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz ins Leben gerufen wurde, soll Handwerkern die Chancen geben, dieses besondere Arbeitsfeld in der Denkmalpflege zu erschließen und ihnen berufsbegleitend die Kompetenzen im Umgang mit historischen Materialien und Techniken sowie die Kenntnisse moderner denkmalgeeigneter Methoden zu vermitteln

Die Stipendien, die mit jeweils 3000,- € dotiert sind, ermöglichen den Besuch entsprechender  Lehrgänge an anerkannten denkmalpflegerischen Bildungszentren in Deutschland. Die Auswahl der Bewerber erfolgt durch eine Fachjury.

Weitere Informationen hier